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Anklage gegen mutmaßlichen Seriendieb erhoben; Opfer meist hochbetagte Menschen

Datum: 22.06.2012

Kurzbeschreibung: 

Anklage gegen 40 Jahre alten Franzosen erhoben


Verdacht von 22 Trickdiebstählen und Raubdelikten zum Nachteil hochbetagter und teils pflegebedürftiger Menschen zwischen November 2010 und Januar 2012 - Angeklagter in Haft

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Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat Anfang Juni 2012 gegen einen 40 Jahre alten Franzosen Anklage erhoben. Ihm werden u. a. 18 Trickdiebstähle, zwei Raubdelikte, ein schwerer Raub sowie ein räuberischen Diebstahl zum Nachteil überwiegend hochbetagter und teils pflegebedürftiger Menschen zur Last gelegt.

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Zwischen November 2010 und dem 6. Januar 2012 habe der Angeklagte überwiegend in Karlsruhe, aber auch in Ludwigshafen/Rhein, Wörth/Rhein und Neustadt an der Weinstraße ältere Menschen aufgesucht, um sie zu bestehlen.

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Seinen Opfern im Alter zwischen 70 und 99 Jahren, in einem Fall einer 50-jährigen, an den Rollstuhl gefesselten Frau, habe er sich als Mitarbeiter der Rentenanstalt, einer Krankenkasse, der Post oder der Stadt Karlsruhe mit angeblich offiziellem Auftrag vorgestellt und beispielsweise behauptet, er müsse die Versicherungsdaten oder andere wichtige Unterlagen überprüfen. Der in seiner Rolle überzeugend wirkende Angeklagte sei von den Geschädigten meist in die Wohnung gebeten worden, teilweise habe er sich gewaltsam Zutritt verschafft. Anschließend habe er dort Bargeld und sonstige Wertgegenstände wie Handys, Münzen und EC-Karten entwendet.

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Einem 87 Jahre alten Mann, der sich mit seinem Gehstock und Pfefferspray gewehrt habe, habe der Angeklagte diese Gegenstände abgenommen und gegen ihn eingesetzt, um seine Suche nach Wertgegenständen fortsetzen zu können. Eine 95-jährige Geschädigte habe er ein zweites Mal aufgesucht und als angeblicher Polizist, der einen - tatsächlich kurz davor von ihm selbst begangenen - Diebstahl zum Nachteil dieser Frau überprüfen müsse, um Einlass die Wohnung gebeten. Dort habe er an der ihm von der ersten Tat bekannten Stelle Bargeld an sich genommen. Auf seiner Flucht habe er die bewegungseingeschränkte Geschädigte zu Boden gestoßen.

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Eine 89 Jahre alte herzkranke Frau habe er gewaltsam zu Boden gestoßen und anschließend ihr Bargeld weggenommen. Zuletzt habe er am 06. Januar 2012 in der Innenstadt von Karlsruhe einen 99-jährigen Mann zuhause aufgesucht. Als der auf einen Rollator angewiesene Mann ihm die Tür geöffnet habe, habe er ihn mit Gewalt zur Seite gestoßen und in der Wohnung verschiedene Dokumente an sich gebracht. Auf die Hilferufe des Mannes seien Nachbarn aufmerksam geworden, die den Angeklagten nach kurzer Flucht bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten hätten.

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Der Angeklagte, gegen den die Staatsanwaltschaft Karlsruhe zuvor bereits einen Haftbefehl erwirkt hatte, wurde danach in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Er befindet sich seither in Haft.

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Der Angeklagte ist bislang vielfältig in Erscheinung getreten. U. a. hatte ihn das Amtsgericht Karlsruhe im Jahr 2007 wegen vergleichbarer Delikte ebenfalls zum Nachteil älterer Menschen zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt.

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Ergänzend wird auf die Pressemitteilungen des Polizeipräsidiums Karlsruhe vom 15.11.2011 ("Polizei warnt vor Trickdieb") und 09.01.2012 ("Mit Haftbefehl gesuchter Trickdieb nach erneuter Tat festgenommen") in dieser Sache verwiesen, die über die Internet-Seite des Polizeipräsidiums Karlsruhe abrufbar sind.


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